News-Archiv 2021


30.07.2021

Flugplatztaufe: Rudolf-Grenzebach-Flugplatz Donauwörth-Genderkingen

Der Flugplatz Donauwörth-Genderkingen und die dortige Motorflugsportgruppe (MDG) bestehen nun schon seit 54 Jahren. Ein Mensch hat in all diesen Jahrzehnten die Entwicklung des Flugplatzes und des Vereins maßgeblich und tatkräftig gefördert: Rudolf Grenzebach. Deshalb wurde er 2008 zum MDG-Ehrenmitglied ernannt und nun wurde der Flugplatz auf den Namen „Rudolf-Grenzebach-Flugplatz Donauwörth-Genderkingen“ getauft.
Ohne sein Grundstück hätte der Flugplatz 1967 nicht angelegt werden können – und ohne seine große Unterstützung wären viele vor allem für die Sicherheit wichtige Maßnahmen kaum möglich geworden wie z.B. die Asphaltierung der Landebahn in zwei Stufen, die Einrichtung der Nachtflugbefeuerung und in den letzten Tagen erst der „Taxiway West“ mit Rasengittern – also ohne Bodenversiegelung. So muss zum Start nach Osten nicht mehr auf der Startbahn zurückgerollt werden.

Parallel zur erfolgreichen Entwicklung der Firma GRENZEBACH wurden im Laufe der Jahrzehnte immer leistungsfähigere Flugzeuge für den Werksflugverkehr am Flugplatz Genderkingen stationiert – von der langsamen Dornier Do27 für kurze Grasflugplätze bis schließlich zur Beechcraft King Air mit 2 Turboprop-Triebwerken. Nachdem sie 2012 durch eine noch größere Maschine ersetzt worden war, konnte der Verein die nun zu klein gewordene „Grenzebach-Halle“ übernehmen und eine eigene 2-motorige DIAMOND DA42 erwerben, die in dieser Halle Platz fand und auf den Namen „Donauwörth“ getauft wurde.

Diese „Donauwörth“ wie auch die DIAMOND DA40 „Genderkingen“ und die AQUILA A210 „Asbach-Bäumenheim“ waren nun bei der Taufzeremonie zusammen mit 2 anderen Vereinsflugzeugen vor der neuen Namenstafel „Rudolf-Grenzebach-Flugplatz“ aufgestellt. Der 2. Vorstand Thomas Schneider eröffnete die Feier. Danach begrüßte der im Mai ausgeschiedene 1. Vorstand Matthias Obermayer die Hauptperson Rudolf Grenzebach mit seiner Familie sowie die zahlreichen Ehrengäste, die den Flugplatz und den Verein in den letzten Jahrzehnten in guter Partnerschaft begleitet hatten. Landrat Stefan Rößle, der Donauwörther Oberbürgermeister Jürgen Sorré und die 1. Bürgermeister Leonhard Schwab von Genderkingen und Martin Paninka von Asbach-Bäumenheim sowie ihre jeweiligen Vorgänger Armin Neudert, Roland Dietz und Otto Uhl erwiesen dem 91-jährigen Rudolf Grenzebach die Ehre. Aber auch Pfarrer Paul Großmann aus Genderkingen, der ausgeschiedene RVB-Vorstand Franz Miller mit seinem Nachfolger Alexander Lehmann, Helmut Lichtenberg vom Luftamt Süd und viele weitere Ehrengäste sowie rund 70 MDG-Mitglieder samt Angehörigen freuten sich über das historische Ereignis.

In ihren Grußworten betonten Landrat Stefan Rößle, OB Jürgen Sorré und Pfarrer Paul Großmann nicht nur ihre Verbundenheit mit dem Heimatflugplatz und dem hier aktiven Verein, sondern vor allem auch die großen Verdienste von Rudolf Grenzebach, der als international erfolgreicher Unternehmer immer seiner Heimatregion verbunden blieb und viel zu ihrer Entwicklung beitrug. So machte er trotz seiner Begeisterung für das Fliegen nie einen „abgehobenen“ Eindruck. Nach wie vor engagiert er sich in vielen sozialen Projekten und vor allem in der Ausbildung junger Leute.
Als Ausdruck des tief empfundenen Danks für die jahrzehntelange Unterstützung hatten die Mitglieder der Motorflugsportgruppe Donauwörth-Genderkingen e.V. Rudolf Grenzebach bereits 2008 zum Ehrenmitglied ernannt. Aus demselben Grund beschlossen sie nun, den Namen ihres Flugplatzes für immer mit seinem zu verbinden. Die Bezeichnung „Rudolf-Grenzebach-Flugplatz Donauwörth-Genderkingen“ soll die Bedeutung dieses großen Unternehmers für diesen Flugplatz unterstreichen. Sie soll aber auch zeigen, dass eine solche Einrichtung nicht nur ein Anziehungspunkt für alle ist, die der „Faszination Fliegen“ verfallen sind, sondern vor allem auch, welchen Beitrag dieser Flugplatz seit über einem halben Jahrhundert für die Wirtschaft der ganzen Region leistet – ganz abgesehen von anderen Diensten für die Allgemeinheit wie z.B. durch die hier stationierte Luftrettungsstaffel.
Nachdem rechtzeitig zur Tauffeier die zwischendurch gestiegenen Inzidenz-Zahlen zurück gegangen waren und auch das durchaus launische Wetter es gut gemeint hatte, ist das sicher ein gutes Zeichen für die weitere Zukunft des „Rudolf-Grenzebach-Flugplatzes Donauwörth-Genderkingen“.